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Platon

Ein ca. 80seitiges PDF Dokument zur ersten Einführung in Platons Philosophie. Nach einer Kurzbiografie Platons wird dessen besonderes Verhältnis zur Mathematik thematisiert. Dabei kommen sowohl die Einflüsse der Mathematik auf Platons Philosophie wie Platons Einfluss auf die antike Mathematik zur Sprache. Es folgt eine knappe Vorstellung von Platons Akademie. Im Anschluss werden einige der Besonderheiten der von Platon gewählten Dialogform angesprochen. An Hand des Dialogs Euthyphron wird ein Einblick in den Aufbau der frühen aporetischen Definitionsdialoge gewährt. Es kommen dabei auch einige moderne Einwände gegen die Methodik der aporetischen Definitionsdialoge zur Sprache. Zum Abschluss der Betrachtungen zu den fühen Dialogen Platons wird das Problem Selbstprädikation angesprochen.
Nach einem Blick auf das besondere Verhältnis Platons zu den Sophisten, werden die mittleren Dialoge Platons an Hand der Beispiele Menon und Höhlengleichnis in Politeia vorgestellt. Das Höhlengleichnis wird dabei einer durchaus kritischen Würdigung unterzogen. Die Absicht ist eine deutliche Entzauberung.
Es folgt ein Überblick zur Ideenlehre in Stichpunkten, sowie eine Diskussion des siebenten Briefs. War Platon ein Anhänger der Ideenlehre?
Zum Schluss geht es um Poppers Totalitarismus Vorwurf gegen Platon. Im Mittelpunkt steht dabei Poppers Behauptung, dass Platon ein Modell totalitärer Gerechtigkeit propagiere. Die Historizismus These Poppers wird hingegen nicht erörtert. An Hand einer Vielzahl von Belegstellen aus Platons drei staatstheoretischen Dialogen (Politeia, Politikos, Nomoi) wird gezeigt, dass Poppers Vorwurf keineswegs aus der Luft gegriffen ist.
Das Papier endet mit einigen Anmerkungen zur Wirkungsgeschichte der platonischen Philosophie.