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Tschechisch

Das grundlegende Ziel des Faches Tschechisch ist es, einen
spezifischen Beitrag zur vertieften Allgemeinbildung, Wissenschaftspropädeutik
und allgemeinen Studierfähigkeit zu leisten.
Durch die vielseitige Auseinandersetzung mit der tschechischen Sprache
und dem tschechischen Kulturraum trägt der Tschechischunterricht am
Gymnasium zum Erwerb von intelligentem Wissen bei. Die Schüler
eignen sich dieses Wissen systematisch an, wenden es in verschiedenen
Zusammenhängen zunehmend selbstständig an und entwickeln so die
Fähigkeit, Wissen zu transferieren. Sie lernen, sich in der Kulturgeschichte
des Ziellandes zu orientieren und sich problemorientiert mit
dessen kulturellen Traditionen auseinander zu setzen. Sie entwickeln so
ihre selbstständige Problemlösefähigkeit und ihre Persönlichkeit weiter
und gelangen zu einem differenzierten Weltverständnis.
Im Bereich der Lern- und Methodenkompetenz erwerben die Schüler
bewusst solche Lernstrategien, die selbstorganisiertes und selbstverantwortetes
Lernen fördern und ein lebenslanges Lernen ermöglichen. Im
Mittelpunkt der Textarbeit steht die systematische Analyse von Texten
innerhalb eines hermeneutisch gesicherten Verstehensprozesses. Eine
besondere Bedeutung fällt ferner der informatischen und medialen Kompetenz
zu. Gleichzeitig entwickeln sie durch reflektierte soziale Erfahrungen
im Rahmen des Tschechischunterrichts ihre Sozialkompetenz in
Form von sozialem Verstehen, Verantwortung, Konfliktlösungskompetenz
und Teamfähigkeit.
Durch das Erleben einer Wertegemeinschaft im Rahmen des
Tschechischunterrichts entwickeln die Schüler Aufgeschlossenheit im
Umgang mit Unbekanntem sowie eine positive und kritisch-tolerante
Haltung der anderen Kultur gegenüber. Sie entwickeln ihre individuellen
Wert- und Normvorstellungen durch das bewusste Reflektieren sprachlicher
und kultureller Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Der Tschechischunterricht leistet durch den Kontakt mit der tschechischen
Sprache und der Lebenswelt des unmittelbaren Nachbarlandes
des Freistaates Sachsen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der
interkulturellen Sensibilität der Schüler vor dem Hintergrund der gemeinsamen
Geschichte, europäischer Integrationsprozesse sowie zunehmender
sozioökonomischer Mobilität. Die Beherrschung der tschechischen
Sprache ermöglicht den Schülern auch den Zugang zum breiteren
slawischen Kulturraum. Das Erlernen der tschechischen Sprache kommt
zugleich der bildungspolitischen Forderung seitens der EU nach Mehrsprachigkeit
unter besonderer Beachtung der jeweiligen Nachbarsprache
entgegen.
Eine der grundlegenden Anforderungen an die Gestaltung des Bildungsund
Erziehungsprozesses ist der Ausbau des fachübergreifenden und
fächerverbindenden Unterrichts. Ein vernetzender Unterricht sichert nicht
nur die Festigung und die spätere Abrufbarkeit des erworbenen Sprachund
Sachwissens, sondern auch dessen flexible Anwendbarkeit und
schafft somit den Raum für fachübergreifende Ganzheitlichkeit, fächerverbindende
Mehrperspektivität und lebenslanges Lernen.

Unterrichtsmaterialien (Elixier)